Förderkonzept

Die Grundschulordnung schreibt vor, bei Kindern mit Lernschwierigkeiten, bei Hochbegabung, beim Überspringen einer Klassenstufe einen individuellen Förderplan zu erstellen.

Erstellung und Arbeit mit dem Förderplan

1. Der Förderplan ist ein methodisches Hilfsmittel zur Planung, Strukturierung, Koordinierung und Evaluierung der Förderung. Er bildet die Grundlage zur Lernstandsdokumentation im Zeugnis.

2. Förderplanbasierte Förderung lässt sich nur im differenzierten oder geöffneten Unterricht realisieren.   

3. Verbindliche Festlegung der Kinder, für die ein Förderplan geführt wird, im Rahmen einer Dienstbesprechung nach den ersten Schulwochen.

4. Förderpläne werden im Rahmen von Teamsitzungen in Zusammenarbeit von Klassenlehrer, Kollegium und evl. Förderschullehrkraft besprochen

5. Förderpläne werden in „Fördermappe“ geführt. In den Fördermappen finden sich außer den Förderplänen Fotos der Kinder, Protokolle von Teamsitzungen, Elterngesprächen oder Informationen außerschulischer Institutionen.

6. Das Raster sollte

  • Lernausgangslage/Evaluation
  • Individuelle Stärken und Schwächen
  • Förderchancen und Förderbedarf
  • konkrete Ziele ( 2- 3 Ziele )
  • Methoden ( Förderaufgaben und Fördermaßnahmen )
  • Zuständigkeiten (Kind-L-Eltern, evtl. außerschulischen Partner)
  • die individuelle Lernentwicklung
  • erreichte Lernfortschritte
  • ein überschaubares Zeitfenster beinhalten
  • übersichtliche (z.B. tabellarische ) Gestaltung

 

enthalten.

 

6. Der Förderplan ist mit den Eltern und dem Schüler zu besprechen und soll bei Bedarf schriftlich fixierte gemeinsame Vereinbarungen beinhalten.  

7. Um Überfrachtung zu vermeiden und Motivation/Lernerfolg zu stärken, sollte man sich im Förderplan besonders auf förderrelevante Lernbereiche konzentrieren.

8. Die große Gefahr einer Defizitorientierung soll durch Würdigung und Einbeziehung der Stärken gemildert werden. Es soll zuerst dokumentiert werden, was das Kind gut kann.

9. Die Schulleitung nimmt die Förderpläne in regelmäßigen Abständen im Rahmen von pädagogischen Konferenzen/Förderkonferenzen zur Kenntnis.

10. Die Fortschreibung der Förderpläne geschieht halbjährlich, notwendige   Modifikationen werden zwischendurch bei Teamsitzungen realisiert.

11. Die Förderpläne müssen als Arbeitsgrundlage für Lehrkräfte, als Gesprächsgrundlage mit Eltern/außerschulischen Partnern und als Basis für die Lernstandsbeschreibung griffbereit sein.

 

Die Übezeit

Rahmenbedingungen:

 

Die Übezeit findet  donnerstags, in der 3. Stunde, statt.

Jedes Kind übt individuell an einem vereinbarten Thema.

Die Übungen können im Rahmen des Wochenplans, der Hausaufgaben oder innerhalb des täglichen Unterrichts ausgeweitet werden.

Die Kinder dokumentieren ihre Übungen in ihrem Übeheft und wählen den Zeitpunkt einer Präsentation/Überpfüfung des Gelernten.

In regelmäßigen Abständen erhalten sie eine Rückmeldung durch die Lehrkraft.

 

 

Unsere Regeln für die „Übezeit“

 

1. Ich arbeite leise und konzentriert.

2. Habe ich Fragen, verwende ich den „Flüsterton“.

3. Ich suche mir selbstständig passendes Übungsmaterial aus.

4. Bei Fragen zu Materialien, wende ich mich an den „Übeexperten“.

5. Ich gehe sorgfältig mit dem Material um.

6. Ich bringe das Material wieder an seinen Platz und ordne die Karteikarten richtig ein.

7. Ich gebe bei Problemen nicht zu schnell auf und versuche eine Lösung zu finden.

8. Ich kontrolliere meine Ergebnisse, wenn möglich, selbst.

9. Ich mache einen Eintrag in mein Übungsheft.

10. Wenn ich mich sicher fühle, zeige ich meinem/r Lehrer/in meinen Übeerfolg.

© 2011-2019 Grundschule Massweiler